#26: Wie komme ich zu meinen ersten Kunden?

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Wie du zu deinen ersten Kunden kommst – ein ehrlicher Leitfaden für Solopreneure

Kennst du das? Da hast du endlich dein Business gestartet, die Website ist online, die Visitenkarten sind gedruckt, das Schaufenster ist dekoriert – und jetzt? Jetzt fehlen nur noch… die Kunden!

Eine Situation, die jeden Gründer ins Schwitzen bringt. Aber keine Sorge, ich zeig dir heute, wie du clever an deine ersten Kunden kommst, ohne dich dabei zu verrenken.

Die Wahrheit über deine ersten Kunden

Hier kommt gleich mal eine überraschende Erkenntnis: Deine ersten Kunden werden höchstwahrscheinlich nicht durch deine schicke Website oder deine Social Media Präsenz kommen. Stattdessen liegen sie oft näher, als du denkst – nur nicht unbedingt da, wo du sie vermutest.

Der Effectuation-Ansatz: Nutze, was du schon hast

Statt dir den Kopf zu zerbrechen, wie du völlig fremde Menschen von deinem Angebot überzeugst, stell dir lieber diese drei Kernfragen:

  1. Wer bin ich?
  2. Was weiß ich?
  3. Wen kenne ich?

Besonders die letzte Frage ist Gold wert. Denk mal nach:

  • Ehemalige Arbeitskollegen
  • Dein früherer Arbeitgeber
  • Studienkollegen
  • Professoren aus deiner Ausbildung
  • Vereinskollegen
  • Menschen aus deinen Hobbys und Freizeitaktivitäten

Die Macht der “Weak Ties”

Jetzt kommt’s: Deine besten Freunde und deine Familie werden wahrscheinlich nicht deine ersten Kunden. (Und das ist auch gut so – aber das ist eine andere Geschichte!) Viel interessanter sind die sogenannten “Weak Ties” – also Menschen, die du kennst, aber nicht super eng mit ihnen verbunden bist.

Ein paar Beispiele gefällig?

  • Die Studienkollegin von vor fünf Jahren
  • Der ehemalige Professor, der spannende Projekte macht
  • Der Typ aus deinem Sportverein, der in einer interessanten Firma arbeitet

Werde zum Detektiv deiner Vergangenheit

Zeit für eine kleine Schatzsuche! Hier ein paar Ideen:

  • Scroll durch deine Telefonkontakte
  • Check alte Teilnehmerlisten von Workshops
  • Stöber in deinen LinkedIn-Connections
  • Such nach alten Visitenkarten

Manchmal reicht eine einzige wiederentdeckte Verbindung, um den Stein ins Rollen zu bringen.

Die Kunst der ergänzenden Dienstleistungen

Hier kommt noch ein Trick, den viele übersehen: Schau dir an, wer Dienstleistungen anbietet, die dein Angebot perfekt ergänzen. Ein Beispiel gefällig?

Als Hochzeitsfotograf könntest du Kontakte knüpfen zu:

  • Wedding Plannern
  • Locations
  • Bands und DJs
  • Caterern
  • Kirchen und Standesämtern

Das Zauberwort heißt Win-Win: Du bietest einen Mehrwert für deren Kunden, sie erweitern ihr Netzwerk um einen verlässlichen Partner.

Die richtige Frage stellen

Statt dich zu fragen “Wie komme ich zu Kunden?”, formulier es mal anders:

  • Für wen kann ich als erstes nützlich sein?
  • Welches Problem löse ich?
  • Wer wartet vielleicht schon auf jemanden wie mich?

Der Gärtner-Ansatz: Säen und wachsen lassen

Kundengewinnung ist wie Gärtnern: Du pflanzt verschiedene Samen und schaust, was aufgeht. Manches wird prächtig blühen, anderes gar nicht erst keimen. Das Wichtigste ist, dass du:

  • Verschiedene Ansätze parallel verfolgst
  • Geduldig bleibst
  • Dranbleibst, auch wenn nicht gleich alles klappt
  • Offen bleibst für unerwartete Möglichkeiten

Das Wichtigste zum Schluss

Vergiss nie: Die Suche nach Kunden ist nicht etwas, das du “nebenbei” machst. Es ist deine Hauptaufgabe als Solopreneur. Wenn du Fotograf bist, besteht dein Job nicht hauptsächlich aus Fotografieren – sondern daraus, Gelegenheiten zu finden, bei denen du fotografieren darfst.

Selbst wenn du aktuell gut ausgelastet bist: Bleib am Ball bei der Kundensuche. Sonst sitzt du irgendwann da, wenn ein Projekt ausläuft, und musst bei Null anfangen.

Mein persönlicher Tipp für dich

Mach es dir am Anfang nicht zu kompliziert. Konzentrier dich auf eine klare Zielgruppe und ein überschaubares Angebot. Je mehr verschiedene Zielgruppen du gleichzeitig ansprechen willst, desto komplexer wird deine Aufgabe.

Übrigens: Manchmal entstehen die besten Kontakte dort, wo du sie am wenigsten erwartest – wie bei der Gründerin, die ihre Steuerberaterin auf einer Zugreise kennengelernt hat. Du kannst solche Zufälle nicht planen, aber du kannst vorbereitet sein, wenn sie passieren.

Brauchst du Unterstützung beim Finden deiner ersten Kunden? In einem kostenlosen Gründungs-Checkup brainstormen wir gemeinsam, wo deine vielversprechendsten Kundenquellen liegen könnten. Lass uns gemeinsam deinen persönlichen Weg zu deinen ersten Kunden finden!

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#25: Brauche ich einen Businessplan?

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Brauche ich wirklich einen Businessplan? Eine ehrliche Analyse für Solopreneure

Als angehender Gründer hast du sicher schon vom sagenumwobenen Businessplan gehört. Dieses fast mystische Dokument, das angeblich den Weg zum Erfolg pflastert. Aber hand aufs Herz: Brauchst du als Solopreneur wirklich einen Businessplan? Lass uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Sache beim Schopf packen.

Der Businessplan: Mehr Schein als Sein?

Zunächst einmal: Ein Businessplan ist wie ein Grießbrei-Wall vorm Schlaraffenland. Er soll zeigen, dass du es ernst meinst. Aber ist er wirklich so nützlich, wie viele behaupten?

Fakt ist: Für Banken, Investoren oder Förderstellen kann ein Businessplan unerlässlich sein. Er ist sozusagen dein Ticket zum Zuckerschlecken. Aber sei dir bewusst: Oft ist er mehr eine Fleißaufgabe als ein wahrhaft nützliches Werkzeug für dich selbst.

Die Wahrheit über Businesspläne

Hier ein Geheimnis, das dir kaum jemand verrät: Ein echter, ehrlicher Businessplan für dich selbst sähe ganz anders aus. Statt geschönter Zahlen und Marktanalysen würdest du vielleicht schreiben:

“Zielgruppe: Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich war noch nie auf dem Markt und hab auch noch kaum mit jemandem aus meiner vermeintlichen Zielgruppe gesprochen. Aber ich glaub, dass Menschen zwischen 18 und 25 mein Angebot cool finden könnten. Mal sehen, ob’s stimmt!”

Klingt das nach einem Businessplan, den du bei der Bank einreichen würdest? Wohl kaum. Aber es wäre verdammt ehrlich und hilfreich für dich selbst.

Was du wirklich brauchst: Klarheit und Struktur

Anstatt dich mit einem 20-seitigen Word-Dokument zu quälen, konzentriere dich lieber darauf, Klarheit über dein Vorhaben zu gewinnen. Hier ein paar Ideen, wie du das angehen kannst:

  1. Visualisiere deine Ideen: Mal ein Bild, erstelle eine Mindmap oder bastle eine Collage. Hauptsache, du bringst deine Gedanken aus dem Kopf in die reale Welt.
  2. Stelle dir die richtigen Fragen: Was ist dein Angebot? Wer könnte dafür zahlen? Wie kommst du an Kunden ran?
  3. Sei ehrlich zu dir selbst: Was weißt du schon? Wo tappst du noch im Dunkeln? Diese Ehrlichkeit wird dir mehr bringen als jeder aufgeblasene Businessplan.

Der wahre Wert des Planens

Versteh mich nicht falsch: Nachdenken und Planen sind unerlässlich für deinen Erfolg als Solopreneur. Aber anstatt dich in Excel-Tabellen und Marktanalysen zu verstricken, konzentriere dich auf das Wesentliche:

  • Entwickle ein tiefes Verständnis für dein Geschäftsmodell
  • Finde heraus, was dir an deinem Business Spaß macht
  • Identifiziere Bereiche, wo du Hilfe brauchst
  • Sei bereit zum Experimentieren und Anpassen

Fazit: Plane klug, nicht kompliziert

Am Ende des Tages ist die Frage nicht “Brauche ich einen Businessplan?”, sondern “Wie kann ich am besten über mein Business nachdenken und planen?”.

Für die meisten Solopreneure, die weder Investoren noch große Kredite suchen, ist ein klassischer Businessplan oft überflüssig. Stattdessen:

  1. Visualisiere deine Ideen auf eine Art, die dir liegt
  2. Sprich mit potenziellen Kunden (ja, richtig gehört!)
  3. Experimentiere und sei bereit, dich anzupassen
  4. Hol dir Feedback von erfahrenen Gründern oder Beratern

Denk dran: Der beste Plan ist der, der dir hilft, ins Handeln zu kommen und dein Business Schritt für Schritt aufzubauen. Alles andere ist – um’s auf gut Wienerisch zu sagen – Topfen.

Also, lieber Gründer, liebe Gründerin: Lass dich nicht von der Businessplan-Manie lähmen. Konzentriere dich stattdessen darauf, dein Geschäft zu verstehen, zu lieben und Schritt für Schritt aufzubauen. Das ist der wahre Weg zum Erfolg als Solopreneur.

Brauchst du Unterstützung beim Planen und Umsetzen deiner Geschäftsidee? Ich biete kostenlose Gründungs-Checkups an. Gemeinsam schauen wir uns an, wo du stehst und wie du am besten weiterkommst – ganz ohne 20-seitigen Businessplan, versprochen!

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#24: Bist du sichtbar und auch buchbar?

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Von der Sichtbarkeit zur Buchbarkeit: Der Schlüssel zum Erfolg für Solopreneure

Stell dir vor, du hast gerade dein Lifestyle Business gestartet. Du bist voller Tatendrang, postest fleißig auf LinkedIn und Instagram, und deine Follower-Zahlen steigen. Großartig! Aber dann kommt der Moment der Wahrheit: Ein potenzieller Kunde will deine Dienstleistung in Anspruch nehmen – und scheitert kläglich beim Versuch, dich zu buchen. Autsch! Das ist, als würdest du ein wunderschönes Schaufenster gestalten, aber vergessen, die Ladentür zu öffnen.

Die Sichtbarkeitsfalle: Wenn der Schein trügt

Viele Solopreneure und frischgebackene Gründer tappen in die Sichtbarkeitsfalle. Sie investieren Unmengen an Zeit und Energie in Social Media, um aufzufallen. Doch wie Camillo Patzl, unser Gründungsberater de luxe, treffend bemerkt:

“Wenn man LinkedIn aufmacht, wenn man sich so im Umfeld der Gründungsberatung bewegt, dann wird immer von dem Thema Sichtbarkeit gesprochen. […] Und das ist eine wichtige Frage, aber ich finde eine viel wichtigere Frage ist, ob man auch buchbar ist.”

Recht hat er! Was nützt dir die schönste Instagram-Story, wenn deine Kunden anschließend im Nirvana der unlesbaren Kontaktdaten landen?

Der Buchbarkeits-Check: Bist du bereit für deine Kunden?

Bevor du dich Hals über Kopf in die nächste Social-Media-Kampagne stürzt, solltest du einen Schritt zurücktreten und dich fragen:

  1. Ist meine Website mehr als nur eine digitale Visitenkarte?
  2. Können Kunden problemlos einen Termin mit mir vereinbaren?
  3. Ist mein Angebot klar definiert und einfach zu buchen?

Wenn du bei einer dieser Fragen ins Stottern kommst, ist es höchste Zeit für einen Buchbarkeits-Check!

Die Kunst der mühelosen Buchung: Mach es deinen Kunden leicht!

Stell dir vor, du wärst selbst dein Kunde. Würdest du dich buchen? Oder würdest du frustriert aufgeben, weil du deine eigene Telefonnummer nicht finden kannst? Es ist Zeit, in die Schuhe deiner Kunden zu schlüpfen und ihnen den roten Teppich auszurollen.

Von Amazon lernen: One-Click zum Erfolg

Ja, ich weiß, Amazon ist nicht jedermanns Liebling. Aber in Sachen Benutzerfreundlichkeit können wir alle von dem Giganten lernen. Wie Günter Schmatzberger es auf den Punkt bringt:

“Von Amazon kann man halten, was man will. Aber ich glaube, die haben das ausgereizt und das kann man sich vielleicht im Positiven herausnehmen, den Weg des Kunden bis zu seinem Produkt oder bis zu der Entscheidung, kauft er, kauft er nicht, so runter zu reduzieren und zu minimalisieren, wie es nur irgendwie geht.”

Du musst nicht gleich einen “Jetzt kaufen”-Button einführen, aber du solltest es deinen Kunden so einfach wie möglich machen, mit dir in Kontakt zu treten und deine Dienstleistungen zu buchen.

Der Buchbarkeits-Booster: Praktische Tipps für Solopreneure

  1. Klare Kontaktmöglichkeiten: Platziere deine Kontaktdaten prominent auf deiner Website. Verstecke sie nicht im Kleingedruckten!
  2. Online-Terminbuchung: Implementiere ein Tool zur Online-Terminbuchung. Das spart dir und deinen Kunden Zeit und Nerven.
  3. Definierte Angebote: Beschreibe deine Dienstleistungen klar und verständlich. Lass keine Fragen offen!
  4. Call-to-Action: Fordere deine Besucher aktiv auf, den nächsten Schritt zu gehen. “Jetzt Erstgespräch buchen” klingt besser als “Kontakt”.
  5. Teste deinen Prozess: Lass Freunde oder Familie deinen Buchungsprozess durchlaufen. Oft fallen ihnen Dinge auf, die du übersehen hast.

Fazit: Erst buchbar, dann sichtbar!

Bevor du dich ins nächste Social-Media-Abenteuer stürzt, mach deine Hausaufgaben. Sorge dafür, dass dein Angebot steht und dein Buchungsprozess reibungslos funktioniert. Wie Camillo so schön sagt:

“Ich würde es sogar so formulieren, strategisch würde ich das Buchbar vor das Sichtbar stellen. Also sich erst darum zu kümmern, bin ich buchbar, ist mein Dienstleistungsangebot oder mein Produkt buchbar?”

Denn was nützt dir der schönste Auftritt, wenn deine Kunden am Ende im Regen stehen? Also, liebe Solopreneure und Gründer, macht euch buchbar! Denn nur wer buchbar ist, kann auch erfolgreich sein.

Und wenn du Hilfe bei deinem Weg zur perfekten Buchbarkeit brauchst – du weißt ja, wo du uns findest. Wir sind nicht nur sichtbar, sondern auch buchbar!

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